Basierend auf Beweisen

CBD und Multiple Sklerose: Aktuelle Forschung & Verständnis

Multiple Sklerose ist eine neurodegenerative Störung, die das Leben stark beeinträchtigen kann. CBD kann helfen Entzündungen, Schmerzen, Erschöpfung und andere häufig auftretende Symptome zu lindern.

Artikel von
Justin Cooke , vor 5 Monaten gepostet

Multiple Sklerose (MS) ist eine schwere neurodegenerative Störung, von der weltweit zweieinhalb Millionen Menschen betroffen sind. 

Da die Erkrankung bis heute nur ungenügend verstanden wird, gibt es noch keine Aussicht auf Heilung.

Kürzlich wurden Cannabis-Extrakte auf ihre potenzielle Rolle bei der Behandlung der Krankheit und ihrer Symptome untersucht. Die Ergebnisse sehen vielversprechend aus.

Im Jahr 2018 wurde ein von Cannabis abgeleitetes pharmazeutisches Medikament namens Sativex® für die Behandlung von Muskelkontraktionen, Fehlfunktionen der Blase und Nervenschmerzen zugelassen, die im Zusammenhang mit MS auftreten können. 

In diesem Artikel werden Sie erfahren, wie CBD und THC bei der Behandlung von MS und ihren Krankheitssymptomen eingesetzt werden kann, und wo die Grenzen dieses natürlichen Ansatzes liegen.

  • Inhaltsübersicht

Zusammenfassung: Einnahme von CBD bei MS

Das pharmazeutische CBD- und THC-Präparat (Cannabidiol und Delta-9-Tetrahydrocannabinol) Sativex® wurde 2018 von der FDA zur medikamentösen Behandlung von MS zugelassen. 

Sativex® zeigte Verbesserungen bei Muskelkrämpfen [7, 8, 9], Fehlfunktionen der Blase [10] und Nervenschmerzen [11]. Diese Symptome treten häufig bei MS auf.

Sativex® kommt in Form eines Sprays und enthält THC und CBD im Verhältnis von 1:1. Außerdem sind Spuren anderer ausgewählter Cannabinoide in dem Spray enthalten.

MS beginnt mit einer leichten Entzündung des Gehirns. Spezialisierte Zellen, die als T-Zellen bekannt sind, durchqueren die Blut-Hirn-Schranke und versammeln sich an den Nervenfasern. Diese T-Zellen stellen eine der Hauptkomponenten unseres Immunsystems dar. Sie können sie sich als Soldaten des Immunsystems vorstellen, die ausgebildet wurden um Infektionen zu bekämpfen.

Im Fall von MS beginnen die T-Zellen die Myelinhülle um die Nervenfasern anzugreifen, was dazu führt, dass die Nervenfasern zerstört werden und sich Narben bilden. Eines der Hauptziele der Behandlung ist es, diese T-Zellen daran zu hindern, verrückt zu spielen und den eigenen Körper anzugreifen. Außerdem soll vermeiden werden, dass die T-Zellen die Blut-Hirn-Schranke überwinden.

CBD verlangsamt nachweislich den Transport der T-Zellen über die Blut-Hirn-Schranke und vermindert darüber hinaus die Entzündungsreaktion, zu der es bei dieser Erkrankung kommt [4, 5, 6].

Es ist wichtig sich darüber im Klaren zu sein, dass es für MS immer noch keine Heilung gibt. CBD und andere Medikamente können das Fortschreiten der Krankheit lediglich verzögern oder bei der Behandlung individueller Symptome unterstützen.

Vorteile der Nutzung von CBD bei MS

  • Erschwert die Entwicklung von Autoimmunität
  • Reduziert Neuroinflammation
  • Hindert T-Zellen daran, sich an den Nerven festzusetzen
  • Reduziert Muskelkrämpfe
  • Unterstützt bei der Kontrolle der Blase
  • Reduziert Nervenschmerzen

So erzielen Sie die beste Wirkung bei der Anwendung von CBD bei MS:

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie die Qualität der CBD-Produkte vor dem Kauf prüfen. Qualitativ minderwertige Produkte enthalten oftmals Verunreinigungen, welche die Beschwerden verschlechtern können. Halten Sie nach Analysezertifikaten und Firmen Ausschau, die Hanf aus biologischem Anbau verarbeiten.
  2. Vermeiden Sie es, sich bei Ihrer täglichen CBD-Dosis auf CBD-Gummis zu verlassen. Gummis enthalten sehr viel Zucker. Da ein Zusammenhang zwischen Zucker und MS zu bestehen scheint, sind Öle, Tinkturen oder Kapseln die bessere Wahl.
  3. Kombinieren Sie Ihre CBD-Ergänzungsmittel mit einer Ernährungsumstellung und einer Änderung Ihres Lebensstils, um die MS-Symptome bestmöglich in den Griff zu bekommen.
  4. Halten Sie immer zuerst mit Ihrem Arzt Rücksprache, bevor Sie CBD oder andere Cannabis-Produkte anwenden. Insbesondere dann, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.

Was ist MS?

MS ist eine Autoimmunerkrankung, die die Myelin-Schutzschicht um die Nervenzellen angreift. Ohne Myelin können die Nerven keine Botschaften mehr ins Gehirn oder in andere Bereiche des Körpers übermitteln.

Die Ursache für die Entstehung von MS ist schwer festzustellen, aber es scheint, als wenn zugrunde liegende Autoimmunerkrankungen eine Rolle spielen. Autoimmunität findet dann statt, wenn das Immunsystem des Körpers anfängt, das Myelin an den Nervenzellen des Gehirns anzugreifen und zu zerstören.

Es gibt keine Heilung für MS. Die meisten Behandlungsmöglichkeiten zielen darauf ab, das Fortschreiten zu verlangsamen und die Symptome zu lindern. 

Der Schweregrad von MS kann von Mensch zu Mensch deutlich variieren. Die Symptome können von leicht bis sehr schwer reichen. Allerdings ist die Lebenserwartung von an MS erkrankten Menschen dieselbe, wie bei gesunden Menschen. Es gibt aber auch Berichte, die einen Unterschied in der Lebenserwartung, zwischen gesunden und MS-kranken Menschen, ausgemacht haben, der in etwa bei sechs Jahren liegt. 

Was passiert im Gehirn, wenn man an MS erkrankt ist?

Jedes unserer Neuronen ist mit einer fettigen Substanz überzogen, die als Myelin bekannt ist. Die Aufgabe von Myelin ist es, die elektrische Übertragung zu beschleunigen, wenn sie durch das Neuron läuft. MS führt zu einem Abbau dieses Myelins und zu einer Narbenbildung an den jeweiligen Stellen (Sklerose).

Wenn die Myelin-Hülle zerstört ist, dann können die elektrischen Impulse nicht mehr effektiv den Nerv durchlaufen. Sie gehen verloren, bevor sie ihr eigentliches Ziel im Gehirn oder woanders im Körper erreicht haben. Das bedeutet, dass die ausgesendete Botschaft niemals am Ziel ankommt. Dadurch fühlen sich die Gedanken verlangsamt an, es fällt schwerer, sich zu konzentrieren und Bewegungen des Körpers werden unbeholfener, denn nur manche der Botschaften schaffen es bis zum Ziel.

Das Myelin verhindert außerdem, dass sich die Nervenimpulse auf andere Neuronen in der Nähe ausweiten. Ohne diese Schutzschicht werden elektrische Impulse unbeabsichtigt ausgesendet, wodurch es zu “Kurzschlüssen” in den Neuronen kommt. Dies ist die Ursache für die häufigen Muskelkrämpfe, die bei MS auftreten. 

Irgendwann, wenn kein Myelin mehr übrig ist, können die betroffenen Neuronen ihre Botschaften gar nicht mehr aussenden. Wenn dies immer häufiger auftritt, dann kommt es zu einer ganzen Reihe von unangenehmen Symptomen, abhängig davon, wo das Myelin angegriffen wurde. An MS erkrankte Menschen erleben oftmals Schwindelanfälle, Kontrollverlust über die Blase, Veränderungen des Gangbildes oder von Bewegungsabläufen, einen Verlust des Gehörs und der Sehkraft sowie Kopfschmerzen und Erschöpfung.

Die vier verschiedenen MS-Typen

1. Klinisch isoliertes Syndrom

Dies ist die erste Phase von MS-Symptomen. In der Regel bestehen die ersten Anzeichen der Krankheit in einem plötzlichen Auftreten von Symptomen, die länger als 24 Stunden andauern. Wenn das nur einmalig passiert, wird dieses Auftreten als klinisch isoliert eingestuft. Wenn die Symptome erneut auftreten, können wir damit beginnen, sie als eine spezifische MS-Form einzuordnen, wie sie unten aufgelistet sind. 

2. Schubförmige MS

Diese Form von MS zeichnet sich dadurch aus, dass es Phasen gibt, in denen die Symptome intensiv auftreten, gefolgt von Phasen der Remission. Die Krankheit verschlimmert sich dabei im Laufe der Zeit, oftmals über viele Jahre. 

Etwa 85% der MS-Patienten leiden unter dieser Form der Krankheit.

3. Primär progrediente MS

Bei dieser MS-Form werden die Symptome schlimmer, ohne dass es zu Phasen der Remission kommt. Durchschnittlich leiden etwa 15% der MS-Erkrankten an dieser Form von MS.

Bei der primär progredienten MS kommt es zu einem permanenten Angriff auf das Myelin, wodurch sich die Symptome erfahrungsgemäß mit der Zeit zusehends verschlechtern.

Ab und zu können Plateauphasen einsetzen, in denen die Symptome für längere Zeit unverändert bleiben. Allerdings wissen wir nicht, warum manche Symptome über einen Zeitraum stabil bleiben, bevor sie sich weiter verschlimmern. Ein gutes MS-Management hilft dabei, häufiger für Plateaus zu sorgen. Leider ist das aber nicht immer möglich.

4. Sekundär progrediente MS

Diese Form ist eine Mischung aus schubförmiger und primär progredienter MS. In der Regel beginnt die Krankheit mit anfänglichen Phasen, in denen die MS sich schubförmig verschlechtert, bevor sie sich zu etwas entwickelt, bei dem die Symptome konstanter fortschreiten.

MS-Symptome

  • Schwierigkeiten beim Sprechen (Dysarthrie)
  • Unkontrollierte Augenbewegungen (Nystagmus)
  • Zittern
  • Verstopfung
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Visuelle Anomalien
  • Schwäche
  • Spastische Lähmungen
  • Blasenentleerungsstörungen
  • Kognitive Beeinträchtigungen
  • Kribbeln
  • Krampfanfälle
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Störungen beim Atmen
  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen

Was ist der Auslöser für MS?

Etwa einer von 700 Menschen in den USA wird irgendwann in seinem Leben mit MS diagnostiziert. Diese Zahl ist in anderen Industrienationen der Welt ähnlich. Studien mit Zwillingen haben gezeigt, dass, obwohl die Krankheit eine genetische Komponente hat, sie tiefergehende Ursachen hat. Wenn bei eineiigen Zwillingen eines der Kinder MS hat, dann besteht bei dem anderen Kind eine 30%ige Wahrscheinlichkeit, dass es ebenfalls an MS erkrankt. Dieser Wert ist sehr viel niedriger als bei anderen genetischen Erkrankungen. 

Es ist sehr schwierig, die individuellen Ursachen für das Auftreten von MS festzustellen. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass es sich bei dem Auslöser dieser Krankheit um eine Kombination aus vielen unterschiedlichen Faktoren handelt. 

Es gibt einige Faktoren, von denen Forscher festgestellt haben, dass viele Betroffene diese gemeinsam haben. Wir bezeichnen diese als Risikofaktoren. Je mehr Risikofaktoren auf einen Menschen zutreffen, desto höher ist sein Risiko, an MS zu erkranken.

Risikofaktoren für MS

  • Alter (tritt am häufigsten im Alter zwischen 20 und 50 Jahren auf)
  • Geschlecht (Frauen tragen ein doppelt so hohes Risiko, an MS zu erkranken, als Männer)
  • Ethnizität (Menschen europäischen Ursprungs haben die höchste MS-Rate)
  • Genetische Faktoren (HLA-DR2 Genmutationen können für die Entstehung von MS verantwortlich sein)
  • Vitamin D-Mangel
  • Virusinfektionen (EBV, Zytomegalovirus, Varizella-Zoster) 
  • Andere Autoimmunkrankheiten oder Atopie
  • Kontakt mit Schwermetallen

Wie wird MS behandelt?

Die MS-Symptome, die das Leben für die Erkrankten am schwersten machen, sind Erschöpfung, Muskelspasmen / Muskelschwäche und Nervenschmerzen. Neben dem Ziel ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern oder zu verlangsamen, steht die Linderung der Symptome im Vordergrund.

Um die bei MS auftretenden Schmerzen zu lindern, werden oftmals Opiate und kortikosteroide Schmerzmittel verschrieben. Ansonsten werden andere Schmerzmittel wie Acetaminophen bevorzugt, denn bei ihrer Anwendung sind weniger Nebenwirkungen zu erwarten und sie haben darüber hinaus ein geringeres Suchtpotential. 

Cannabis-Extrakte, einschließlich CBD und THC, stellen beliebte alternative Behandlungsmöglichkeiten für die Schmerzen dar, die mit der MS-Erkrankung auftreten können.

Da es bei der Krankheit häufig zu emotionalen Veränderungen und Stimmungsschwankungen kommt, werden darüber hinaus Antidepressiva und andere Medikamente verschrieben, welche die Stimmung stabilisieren sollen.

Gängige Medikamente, die bei MS eingesetzt werden, umfassen:

  • Antidepressiva, um Depressionen zu behandeln, die ein Symptom der Erkrankung darstellen.
  • Entzündungshemmende Mittel, TNF-a, NF-kB, Eicosanoid-Synthese-Modulatoren und Glukokortikoide.
  • Aubagio (Teriflunomid), wird bei der Behandlung von schubförmiger MS eingesetzt.
  • Cannabis-Extrakt (CBD), hilft bei der Linderung von MS-Symptomen und kann das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen.
  • Copaxone (Glatiramer), verhindert, dass das Immunsystem das Myelin angreift.
  • Kortikosteroide, werden bei akuten Krankheitsschüben eingesetzt.
  • Interferon beta 1a oder 1b, verzögert das Fortschreiten der Krankheit, kann allerdings Leberschäden verursachen.
  • Mitoxantron (Novantrone), unterdrückt das Immunsystem, um die Angriffe zu stoppen, aber kann das Herz schädigen.
  • Tysabri (Natalizumab), Medikament, das als letztes Mittel eingesetzt wird, da es Infektionen im Gehirn auslösen kann.
  • Vitamin D, wird oftmals verabreicht, weil Vitamin-D-Mangel als Risikofaktor gilt.

Forschung zu CBD bei MS

1. CBD hemmt Neuroinflammation

MS zeichnet sich wie viele andere medizinische Probleme durch eine zugrunde liegende Entzündung in Gehirn und im Rückenmark aus. Der Entzündungsprozess an sich ist extrem komplex. Oftmals sind Dutzende von Entzündungsbotenstoffen beteiligt, die in unterschiedlicher Art und Weise zusammenspielen. 

Forscher haben auf die Haupt-Entzündungsbotenstoffe bei MS hingewiesen. Diese Erkenntnis wird genutzt, um die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten voranzutreiben.

Im Fall von MS sind die primär beteiligten Entzündungsmarker NFα, IL-1β, IL-2, IL-6, IL-12, und IFN-γ. CBD reduziert nachweislich die Aktivität all dieser Entzündungsmarker und aktiviert andere entzündungshemmende Prozesse in den Mikrogliazellen, die man überall im  menschlichen Gehirn finden kann [4, 5, 6].

Die allgemeine Wirkung besteht in einer Verringerung der Neuroinflammation, die die Zerstörung des Myelins vorantreibt. Dies ist die Hauptursache für das Fortschreiten der Erkrankung.

2. CBD reduziert Muskelspasmen

Bei einer Meta-Analyse im Jahr 2012 wurde eine Reihe klinischer Studien von 1980 – 2012 analysiert, um die Wirkung von CBD und THC auf mit MS auftretende Muskelspasmen zu untersuchen [13]. Das allgemeine Ergebnis war, dass CBD- und THC-Extrakte gut verträglich sind und die Symptome selbst bei Patienten lindern konnten, bei denen herkömmliche krampflösende Medikamente keine Wirkung zeigten.

3. CBD lindert Nervenschmerzen

Sativex® war an einer Reihe klinischer Studien beteiligt, um seine Wirkung auf diverse MS-Symptome, inklusive Nervenschmerzen, zu prüfen [12]. Diese Studie ergab, dass die Einnahme von Sativex® den Schmerz-Score, in der letzten Behandlungswoche, um einiges senken konnte. 

Bei anderen Studien kam heraus, dass CBD bei diversen Schmerzarten helfen kann, einschließlich bei neuropathischen Schmerzen [14], Krebs-Schmerzen [15] und Arthritis-Schmerzen [16].

Leitfaden zur Anwendung von CBD bei MS

CBD ist ein sehr nützliches Ergänzungsmittel zur Linderung von MS-Symptomen und kann in manchen Fällen sogar das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. 

In der Forschung bei CBD und MS wurde meisten eine Kombination aus CBD und THC in einem 1:1-Verhältnis eingesetzt. Es scheint, als ob diese beiden Cannabinoide synergetisch zusammenarbeiten und so bei der Linderung der Symptome unterstützen.

In vielen Ländern sind Produkte, die THC enthalten, illegal. Allerdings ist MS eine der wenigen Krankheiten, bei denen medizinisches Cannabis verschrieben wird. Das kann allerdings von Land zu Land variieren. 

Selbst wenn Sie keine Produkte finden können, die sowohl THC als auch CBD enthalten, oder wenn Sie die psychoaktive Wirkweise von THC vermeiden wollen, können Sie trotzdem die meisten CBD-Produkte nutzen. CBD hilft bei einer Reihe von Symptomen, die bei MS häufig auftreten. 

Schritt 1: Finden Sie CBD-Produkte, die am besten für MS geeignet sind

Wir zuvor erwähnt, helfen Produkte wahrscheinlich am besten, wenn sie CBD und THC im gleichen Mengenverhältnis enthalten. Diese Produkte sind allerdings nicht überall erhältlich, da sie in vielen Ländern illegal sind. 

Die nächstbeste Option ist es, ein Produkt auszuwählen, das aus einem Vollspektrum-Extrakt besteht. Hier sind alle Cannabinoide, Terpene und andere Phytochemikalien aus der Cannabispflanze enthalten.

Es sind viele qualitativ hochwertige Vollspektrum-CBD-Produkte auf dem Markt erhältlich. Sie können die guten Produkte von den schlechten Produkten ganz einfach unterscheiden, indem Sie sich die Bewertungen erfahrener CBD-Nutzer durchlesen. Dies ist ein wichtiger Schritt, denn die CBD-Industrie ist nicht ausreichend reguliert, und man findet viele qualitativ minderwertige, verunreinigte Produkte am Markt. 

Bei MS können Verunreinigungen die Erkrankung verschlimmern. Es ist also absolut wichtig, dass Sie Hanfprodukte aus biologischem Anbau verwenden, von denen unabhängige Labortests bestätigt haben, dass sie keine Verunreinigungen wie Schwermetalle oder Pestizide enthalten.

CBD gibt es in vielen verschiedenen Darreichungsformen. Auch wenn alle helfen können, so hat jede Form der Einnahme seine Vor- und Nachteile. 

Für weitere Informationen darüber, wie Sie die besten CBD-Produkte finden, sehen Sie sich unsere Leitfäden an:

Schritt 2: Finden Sie Ihre optimale Anfangsdosis

Der nächste Schritt ist es, grob die Dosis zu ermitteln, die Sie wahrscheinlich benötigen werden.

Diese kann von Mensch zu Mensch variieren. Aber es ist möglich, indem man das Körpergewicht und die gewünschte Wirkung (schwach, mittel, stark) wählt, die nötige Dosis einzugrenzen. 

Empfohlene Wirkung bei MS: Starke Wirkung

Sie finden hier eine hilfreiche Dosierungstabelle, die Ihnen das Ermitteln Ihrer Dosis so einfach wie möglich macht.

Tägliche CBD-Dosis nach Körpergewicht und Stärke (in mg)

Gewicht (kg)Geringe StärkeMittlere StärkeHohe Stärke
45 kg 10 mg30 mg 60 mg
56 kg13 mg38 mg 75 mg
68 kg15 mg45 mg 90 mg
79 kg17 mg52 mg105 mg
90 kg20 mg60 mg120 mg
102 kg22 mg67 mg135 mg
113 kg25 mg75 mg150 mg

Abschließendes Urteil: Einnahme von CBD bei MS

MS ist eine langsam fortschreitende neurodegenerative Störung, welche die Myelinhüllen betrifft, die die Nervenzellen umschließen. Wenn das Myelin zerstört wird, dann verlieren die Neuronen ihre Fähigkeit die elektrischen Signale an andere Stellen im Körper und im Gehirn zu übermitteln.

Sowohl CBD als auch THC sind einer Reihe von umfassenden Tests unterzogen worden, um herauszufinden, welche Rolle sie bei der Linderung von Symptomen, bei dieser Krankheit, spielen. Es scheint, dass ein Produkt, das die beiden Wirkstoffe im gleichen Verhältnis enthält, am besten hilft. Allerdings haben auch Produkte, die nur CBD enthalten, eine positive Wirkung.

Wir empfehlen, die Anwendung eines Vollspektrum-Produkts, dessen Wirksamkeit am oberen Ende der Dosierungstabelle für diese Erkrankung steht. Es ist außerdem sehr wichtig, dass Ihr Arzt Ihre CBD-Einnahme überwacht. Nur so können Sie ausschließen, dass es zu negativen Wechselwirkungen zwischen CBD und anderen Medikamenten kommt, was die Voraussetzung ist, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

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