Basierend auf Beweisen

CBD und Autismus: Aktuelle Forschung & Erkenntnisse

Autismus ist eine häufig auftretende Entwicklungsstörung, bei der es zu Schwierigkeiten mit der Sozialkompetenz und zu abnormalen kognitiven Funktionen kommt. CBD-Öl hat in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit als eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit bei der Störung auf sich gezogen. Wir werden hier besprechen, wie es wirkt, und wie man mit der Einnahme von CBD am besten anfängt.

Artikel von
Justin Cooke , vor 3 Monaten gepostet

Die Autismus-Spektrum-Störung ist eine Störung, die immer häufiger vorkommt, und normalerweise in der frühen Kindheit festgestellt wird.

Es gibt keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten für diese Störung, welche sich negativ auf die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit auswirken kann.

CBD stellt eine vielversprechende neue und wirksame Behandlungsmöglichkeit für die von der Störung Betroffenen dar.

In diesem Artikel werden wir darüber sprechen, wie CBD bei Autismus eingesetzt werden kann, was die Forschung darüber sagt und wie sie das richtige CBD-Öl auswählen.

  • Inhaltsübersicht

Zusammenfassung: Einnahme von CBD-Öl bei Autismus

CBD kann vielseitig eingesetzt werden. Einige Anwendungsmöglichkeiten sind überaus gerechtfertigt, während andere Anwendungsgebiete etwas weit hergeholt erscheinen. 

Autismus ist eine komplexe und schwer zu behandelnde Störung. CBD hat sich hier zu einer vielversprechenden neuen Behandlungsmöglichkeit entwickelt. 

In den letzten zehn Jahren wurde vermehrt Forschung in diesem Bereich betrieben und es werden jährlich anspruchsvolle Studien zu dem Thema veröffentlicht. 

CBD-Öl kann erstaunlich gut sowohl bei den Ursachen als auch den Begleiterscheinungen von Autismus helfen, zum Beispiel:

  • Unterdrückung von Krampfanfällen
  • Linderung der Schwere von Symptomen der sozialen Angst
  • Verbesserung im Suchtverhalten gegenüber stimulierender Aktivitäten wie Videospiele oder Fernsehen
  • Stabilisierung von Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit
  • Förderung von Entspannung und Schlaf

Eine Vorsichtsmaßnahme bei der Einnahme von CBD-Extrakten bei Autismus

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass bei Autismus der größte Nutzen der Cannabispflanze aus hochdosierten CBD- und niedrigdosierten THC-Extrakten stammt. 

Es ist wahrscheinlich, dass THC die Symptome verschlimmert.

Daher ist es wichtig, dass, bei einer Störung wie Autismus, nur Hanfextrakte mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,3% verwendet werden. 

Was ist Autismus?

Autismus ist keine einzelne Erkrankung, sondern eher eine Reihe sich ähnelnder neurologischer Störungen.

Der offizielle Ausdruck für Autismus ist Autismus-Spektrum-Störung (ASS), was verdeutlicht, dass es tatsächlich ein ganzes Spektrum von Störungen gibt, die miteinander in Verbindung stehen. Manche davon sind schwerwiegender als andere.

Bei allen Formen von Autismus tritt zumindest ein gewisses kognitives Defizit auf. Es hat oftmals Einfluss auf die Kommunikationsfähigkeiten und die Fähigkeit, in der Schule, bei der Arbeit oder in anderen Bereichen des Lebens zu funktionieren. 

Einige der Störungen, die zum Autismus-Spektrum (ASS) zählen oder damit verwandt sind, sind:

  • Asperger-Syndrom
  • Angelman-Syndrom
  • Rett-Syndrom
  • Dup15q-Syndrom

Während Autismus häufig mit kognitiven Einschränkungen in Verbindung steht, tritt bei ASS in manchen Fällen (~10%) etwas auf, was als “Inselbegabung” bezeichnet wird. Dabei kann die Person eine Hochbegabung in Mathematik, Wissenschaft und Kunst haben.

Die Inselbegabten sind in der Regel bessere auditive und visuelle Lerner und haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis. 

Natürlich ist das nicht bei jeder Störung innerhalb des Spektrums der autistischen Störungen der Fall. 

Wie häufig ist Autismus?

Es wird geschätzt, dass ungefähr 1% der Weltbevölkerung autistisch ist [1]. Das ergibt etwa 7,5 Mio. Menschen.

In den USA wird geschätzt, dass ungefähr eins in 59 Kindern die Störung hat [3], und dass ihre Zahl wächst. 

Es wird immer wichtiger, wirksame Präventionmaßnahmen zu finden und einen Behandlungsplan für die diejenigen zu entwickeln, die unter der Störung leiden.

Was sind die Anzeichen & Symptome von Autismus?

Autismus-Symptome können von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein.

Um sie innerhalb der Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) einordnen zu können, gibt es einige allgemeine Anzeichen und Symptome, anhand derer Ärzte die Diagnose stellen.

Anzeichen und Symptome von Autismus können sein:

  • Vermeiden von Blickkontakt
  • Häufiges Ignorieren oder Unterbrechen
  • Seltenes Teilen von Freude mit anderen Menschen, wenn man ihnen Dinge zeigt
  • Einzelgängerische Angewohnheiten
  • Schwierigkeiten, eine Unterhaltung in Gang zu halten
  • Gesichtsausdrücke, die nicht zu der aktuellen Unterhaltung passen
  • Ungewöhnlicher Tonfall (roboterhaft oder Singsang)
  • Schwierigkeiten, den Standpunkt anderer Menschen zu verstehen
  • Wiederholen von Verhaltensweisen
  • Ungewöhnliches Interesse an bestimmten Themen
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht oder Geräuschen
  • Reizbarkeit
  • Epileptische Anfälle (20–30% der Fälle)

Was ist die Ursache für Autismus?

Wir wissen nicht viel über die Ursachen für diese Störung. Es gibt nur eine Menge Theorien. In Wirklichkeit ist es wahrscheinlich, dass viele Faktoren gemeinsam an der Entstehung von Autismus beteiligt sind. 

Was wir wissen ist, dass Autismus häufiger bei Menschen vorkommt, bei denen auch andere Familienmitglieder unter der Störung leiden (genetische Verbindung), bei Kindern, deren Eltern relativ alt sind (40 Jahre oder älter), in Kombination mit anderen Störungen (zum Beispiel Down Syndrom oder Rett-Syndrom) und bei Kindern, die bei der Geburt extrem untergewichtig waren.

Mögliche Ursachen für Autismus können umfassen:

  • Infektionskrankheiten während der Entwicklung des Fötus oder in der frühen Kindheit
  • Extremes Untergewicht bei der Geburt 
  • Niedriger Thyorxin-Spiegel der Mutter zu Beginn der Schwangerschaft [13]
  • Autoimmunerkrankung
  • Vitamin D-Mangel während der frühen Entwicklung
  • Blei- oder Quecksilbervergiftung
  • Fetales Alkoholsyndrom

Wie wird Autismus diagnostiziert?

Autismus ist eine Entwicklungsstörung, was bedeutet, dass sie sich in der frühen Kindheit bemerkbar macht. Die Erstdiagnose wird normalerweise etwa ab dem 2. Lebensjahr gestellt, aber Autismus kann in jedem Alter diagnostiziert werden.

Schwerere Formen von Autismus sind einfacher zu diagnostizieren, während leichtere Formen jahrzehntelang undiagnostiziert bleiben können.

Die Standard-Methode, die zur Diagnosestellung von Autismus genutzt wird, ist die Anwendung der Kriterien in einem Buch namens “Diagnostischer und statistischer Leitfaden psychischer Störungen”, auch DSM-5 genannt.

Bei den regelmäßigen Routineuntersuchungen werden die Kinder auf Anzeichen von Autismus untersucht. Wenn Zeichen und Symptome auftreten, die mit der Störung in Verbindung stehen können, dann kann eine weitere psychiatrische Begutachtung verordnet werden. Das ist allerdings im Ermessen des Arztes. 

Wenn ein Verdacht auf Autismus besteht, dann werden Bluttests, Hörtests und andere psychiatrische Untersuchungen durchgeführt, um auszuschließen, dass eine andere Erkrankung hinter den Symptomen steckt. 

Oftmals haben Kinder, bei denen autistische Tendenzen zu erkennen sind, einfach nur Probleme mit dem Gehör, da die daraus resultierenden Symptome hier recht ähnlich sein können. 

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten bei Autismus?

Momentan gibt es noch keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten bei Autismus. 

Sämtliche Medikamente oder Behandlungsformen dienen nur der Behandlung der Symptome. Zusätzlich können Medikamente gegen Ängste, Antidepressiva, muskelentspannende Mittel und Medikamente der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verordnet werden. 

In den letzten Jahren hat sich CBD als mögliche Behandlungsform bei der Störung hervorgetan, nachdem eine Reihe von Eltern und Ärzten ihre Erfolgsgeschichten bezüglich der Einnahme von CBD-Öl bei autistischen Kindern geteilt hatten. 

Sehen wir uns also an, wie CBD wirkt und welche Beweise es für die Wirksamkeit gibt.

Kann CBD bei Autismus helfen?

Die kurze Antwort lautet: Ja. CBD-Öl bietet einige sehr interessante Wirkungen bei dieser chronischen und hochkomplizierten neurologischen Störung.

Bevor wir uns ansehen, wie CBD-Öl genau bei autistischen Menschen angewendet werden kann, sollten wir darüber sprechen, was CBD eigentlich ist und welche Rolle das Endocannabinoid-System bei der Störung spielt.

Was ist CBD?

CBD steht für Cannabidiol.

Es ist eines der beiden Haupt-Cannabinoide, die in der Cannabispflanze vorkommen.

Sie fragen sich, was Cannabinoide sind?

Nun, Cannabinoide sind eine Gruppe von Stoffen, die mit dem Endocannabinoid-System im Körper zusammenarbeiten (mehr hierzu später). Sie können natürlichen Ursprungs sein (pflanzlich) oder künstlich hergestellt werden.

Die beiden Haupt-Cannabinoide sind THC und CBD. Darüber hinaus gibt es noch über 60 weitere Cannabinoide, die in verschiedener Konzentration in der Cannabispflanze enthalten sind. 

Eines der beiden Haupt-Cannabinoide ist THC, welches für seine psychoaktive Wirkung bekannt ist. Das andere Cannabiniod ist CBD und hat keine psychoaktive Wirkung, selbst nicht in hoher Dosierung. Allerdings hat CBD eine Reihe von medizinischen Wirkungen. Diese reichen vom Lösen von Ängsten bis hin zur Stärkung des Immunsystems. 

Die Rolle des Endocannabinoid-Systems bei Autismus

Alle Säugetiere haben eine Gruppe von Rezeptoren und Hormonen / Neurotransmittern, die gemeinsam das Endocannabinoid-System bilden. 

Es handelt sich hierbei um ein vielschichtiges System, das an der Regulierung von Prozessen im ganzen Körper beteiligt ist, wie zum Beispiel in der Leber, in den Nieren, im Gehirn und des Immunsystems.

Es spielt außerdem eine große Rolle bei sozialer Interaktion und bei der Regulierung von Emotionen. Diese zwei Aspekte sind bei Menschen mit autistischer Störung grundlegend beeinträchtigt.

Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Autismus, im Vergleich zu gesunden Patienten, eine geringere Konzentration des Haupt-Endocannabinoids Anandamid im Körper haben [4]. Dies lässt stark darauf schließen, dass ein funktionsgestörtes Endocannabinoid-System an den bei Autismus auftretenden Symptomen beteiligt sein könnte.

Einige Studien gehen sogar noch weiter und stellen einen Zusammenhang zwischen Autismus und der Ausschüttung von Oxytocin her, dem Neurotransmitter, der hauptsächlich an der Stärkung der Verbindung zu den Eltern und anderen sozialen Bindungen beteiligt ist. Dieser Prozess scheint durch das Endocannabinoid-System gesteuert zu werden [5]. Sie sehen also, dass CBD hier wahrscheinlich helfen kann.

CBD und Autismus: Wie funktioniert es?

Sehen wir uns jetzt also das Wesentliche bei diesem Thema an.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Autismus um eine komplexe Erkrankung, bei der viele unterschiedliche Faktoren in Betracht gezogen werden müssen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung oft eine Anandamid-Unterfunktion haben (eines unserer Haupt-Endocannabinoide) und bei ihnen sowohl Serotonin als auch Dopamin (wichtige Neurotransmitter im Gehirn) verändert sind. 

CBD wirkt insbesondere regulierend auf den Anandamid-Spiegels im Gehirn. Es verhindert, dass Anandamid abgebaut wird und fördert die Freisetzung dieses wichtigen regulierenden Moleküls. Dadurch hat es bei Autismus eine direkte Wirkung und richtet sich an etwas, das viele Forscher für eine der Hauptursachen halten.

So kann CBD bei Autismus helfen:

  1. Es reduziert die Häufigkeit und Schwere von Anfällen [6, 7]
  2. Es reduziert die Schwere von auffälligem Sozialverhalten bei autistischen Patienten [6]
  3. Es lindert die Symptome sozialer Angststörungen [8]
  4. Es lindert Suchtverhalten [9]
  5. Es stabilisiert affektive Störungen [11]

1. Anfälle

Bei einer Studie kam heraus, dass CBD-Extrakte das Auftreten von epileptischen Anfälle bei 89% der an der Studie beteiligten Patienten nachweislich reduziert konnte. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass rund 20-30% autistischer Menschen gelegentlich oder sogar häufig von Anfällen betroffen sind.

Es gibt sogar ein pharmazeutisches Medikament, das bald auf dem Markt erhältlich sein wird und auf CBD basiert. Es soll besonders bei der Behandlung von Anfällen helfen und heißt Epidiolex

2. Störungen des Sozialverhaltens

Probleme im sozialen Verhalten sind das Markenzeichen von Autismus. Betroffene leiden oftmals unter sozialen Ängsten, können nicht effektiv kommunizieren und achten nicht auf soziale Signale. 

Der Großteil der Forschung auf diesem Gebiet wird auf der Basis von Fallstudien betrieben. In diese werden die Beobachtungen einbezogen, die Ärzte und Eltern bei autistischen Kindern machen, die CBD-Öl einnehmen. Diese Betreuungspersonen achten dabei auf sämtliche Verbesserungen oder Verschlechterungen im Sozialverhalten während der Behandlungsdauer.

Um unser Verständnis davon zu verbessern, haben Forscher mit dem Einsatz von Rattenmodellen bei der Erforschung von Autismus begonnen. Viele dieser Studien zeigen bei den betroffenen Ratten eindrucksvolle Verbesserungen im Sozialverhalten, nachdem ihnen CBD gegeben wurde [12].

3. Angststörungen

Angststörungen sind ein Behandlungsgebiet bei dem CBD glänzen kann.

Es wirkt an einer ganzen Reihe von Bahnen im zentralen Nervensystem, die in Zusammenhang mit Stress und Ängsten stehen [12], angefangen beim Hypothalamus. Dies ist der Haupt-Regulator der Stress- und Angstreaktion.

CBD erhöht die Sensibilität in dieser wichtigen Hirnregion und macht sie empfänglicher für Stress. Dadurch ist sie besser in der Lage, eine angemessene Reaktion zu entwickeln.

Menschen mit Autismus fehlt es oftmals an einem effektiven Stressmanagement in dieser Hirnregion, was dazu führt, dass sie oft Ängste erleiden, wenn es zu Veränderungen in ihrer Alltagsroutine oder Ihrer Umgebung kommt.

Bei einem Modell, das auf öffentlichem Sprechen basiert, konnten andere Studien eine direkte Verbesserung beim Wert für soziale Ängste feststellen [8].

4. Suchtverhalten

Autistische Kinder neigen zu Suchtverhalten gegenüber stimulierenden Tätigkeiten, wie zum Beispiel Videospiele oder Fernsehen [10].

Als Hauptgrund für diese Störung wird die Dopamin-Ausschüttung ausgemacht. Dieser Neurotransmitter spielt im Belohnungszentrum des Gehirns eine wichtige Rolle. Wenn wir etwas Gutes für unseren Körper tun, dann gibt uns das Belohnungszentrum eine Dosis des Moleküls Oxytocin, was dazu führt, dass wir uns gut fühlen.

Bei manchen Menschen mit autistischer Störung oder bei Menschen mit ADHS liegt ein niedriger Dopaminspiegel vor. Dadurch suchen sie nach intensiverer Stimulation, um dieselbe Reaktion zu erleben.

Durch diesen Umstand kann sich schnell eine Abhängigkeit nach stimulierenden Tätigkeiten wie Fernsehen und Videospielen entwickeln.

CBD konnte in präklinischen Studien nachweislich das Suchtverhalten reduzieren, indem es das Dopamin-Belohnungssystem verbessert hat. Dadurch erleben Betroffene leichter eine Belohnungsreaktion und müssen nicht für übermäßige Stimulation sorgen [9].

5. Gemütskrankheiten

Gemütskrankheiten sind ein häufiger Befund bei Menschen mit Autismus.

Die häufigsten Formen sind Depression, Angststörung, bipolare Störung, Manie und Psychose. Viele dieser Erkrankungen werden durch die Serotonin-Aktivität im Gehirn geregelt.

CBD reduziert nachweislich die Überaktivität der Serotonin-Rezeptoren und hat eine ähnliche Wirkung wie Lithium, was ein häufig genutztes pharmazeutisches Medikament zur Stabilisierung der Stimmung ist [11].

Einnahme von CBD-Öl bei Autismus

Nachdem wir im Detail besprochen haben, wie CBD zur Linderung von Begleitsymptomatiken bei der Autismus-Spektrum-Störung beitragen kann, sehen wir uns nun genau an, wie CBD-Öl wirksam eingesetzt werden kann.

Dosierung von CBD-Öl

Die richtige Dosis CBD zu finden, ist wahrscheinlich das schwierigste an dem gesamten Prozess.

Das liegt daran, dass das Endocannabinoid-System von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist. Dadurch ist es schwer vorherzusagen, wie viel CBD man wirklich benötigt, bis sich die gewünschte Wirkung einstellt. 

Bei Autismus ist es wichtig, immer mit einer sehr niedrigen Dosis zu beginnen und diese langsam mit der Zeit zu erhöhen. So wissen Sie, welche Wirkung es auf Ihren individuellen Körper hat. Sie finden hier einen aktuellen Leitfaden, den wir zu dem Thema erstellt haben, und der ihnen am Anfang helfen soll. Bei Autismus empfehlen wir, mit einer kleinen Dosis anzufangen und diese dann langsam zu steigern. 

Sie haben die geeignete Dosis gefunden, wenn sich Ihre Symptome verbessern.

Warum Sie bei Autismus THC meiden sollten

Es ist erwiesen, dass THC die Anandamid-Konzentration verringert, die bei autistischen Menschen bereits oftmals zu niedrig ist. Wenn man dies noch weiter voran treibt, dann können sich die Symptome verschlimmern anstatt das sie gelindert werden.

Cannabinoide wie THC und THCV können Ängste auslösen anstatt sie zu lindern. Ängste gehören zu den problematischsten Symptomen bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung.

Welches CBD-Öl soll ich nutzen?

Wenn Sie ein CBD-Öl aussuchen, dann ist es wichtig, dass Sie ein Produkt wählen, das qualitativ hochwertig ist. Meiden Sie die billigen und minderwertig hergestellten Produkte, die am Markt sehr häufig angeboten werden.

Diese Extrakte sind unzuverlässig und können schädliche Zusatzstoffe enthalten.

Bei Autismus können Sie entweder ein CBD-Isolat oder einen Vollspektrum-Extrakt auswählen. Vollspektrum-Extrakte enthalten anderen in der Cannabispflanze vorkommenden Cannabinoide und Terpene. 

Vollspektrum-Extrakte enthalten darüber hinaus weitere Substanzen, die die Wirkung von CBD steigern, indem sie die Aufnahme und das Überwinden der Blut-Hirn-Schranke verbessern und möglicherweise sogar eigene heilende Fähigkeiten haben.

CBD-Isolate enthalten diese anderen Stoffe nicht, dafür bieten sie aber höhere CBD-Dosen. Der Großteil der Forschung zu Autismus wurde mit CBD-Isolaten durchgeführt. 

Es ist außerdem wichtig daran zu denken, alles zu vermeiden, das THC enthält, denn THC hat viele Wirkungen, die CBD genau entgegengesetzt sind. Sie können den Anandamid-Spiegel noch weiter senken und damit die Störung verschlimmern. Sehen Sie also immer auf der Flasche nach, wie hoch die THC Konzentration ist. 

Wir empfehlen Ihnen, einen Blick in unseren Artikel zu den besten CBD-Ölen zu werfen, um mehr darüber zu erfahren und zu sehen, welches Öl für Sie am besten geeignet ist. 

Referenzen

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