Basierend auf Beweisen

CBD und Migräne: Aktuelle Forschung & Erkenntnisse

Migräne ist weit verbreitet und lähmend für die Betroffenen. Sie kann einen normalen Tagesablauf nahezu unmöglich machen. Trotz der Häufigkeit von Migräne gibt es nur sehr wenige wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Kann CBD-Öl Menschen helfen, die an Migräne leiden?

Artikel von
Justin Cooke , vor 9 Monaten gepostet

Migränekopfschmerzen sind die häufigste neurologische Erkrankung in der westlichen Welt [15]. Jedes Jahr sind davon etwa 6 % der Männer und 20 % der Frauen betroffen.

Trotz dieser Häufigkeit, wissen wir nur sehr wenig über die genauen Ursachen und daher mangelt es uns an wirklich wirksamen Behandlungsmöglichkeiten.

In den meisten Fällen gibt es nur eine symptomatische Behandlung. Die wirklich zugrundeliegende Ursache bleibt aber unbeachtet und unbehandelt. Einer der erfolgversprechendsten Kandidaten für eine neue und wirksame Behandlung von Migräne ist Cannabidiol (CBD) aus der Marihuana-Pflanze.

In diesem Artikel besprechen wir die Theorien hinter der Entstehung von Migräne und wie CBD zur Vorbeugung und Behandlung der Symptome eingesetzt werden kann.

  • Inhaltsübersicht

Ist CBD wirksam bei Migränekopfschmerzen?

CBD-Öl besitzt viele Vorteile.

Es gilt als entzündungshemmend, schmerzstillend und neuroprotektiv. Es reduziert Angstzustände, hilft bei Depressionen und stärkt das Immunsystem.

Aber hilft es auch gegen Migränekopfschmerzen?

Cannabis wird seit Jahrtausenden von den unterschiedlichsten Kulturen auf der ganzen Welt verwendet. Einige Anwendungen waren den heutigen sehr ähnlich, andere wiederum fand man nur bei ganz bestimmten Stämmen oder Gruppen.

Eine der am weitesten verbreiteten Anwendungen der Pflanze ist jedoch die Behandlung von Kopfschmerzen.

Tatsächlich bieten die Cannabispflanze und die in ihr enthaltenen Cannabinoide starke therapeutische Vorteile bei Erkrankungen wie Migräne, die mit der modernen Schulmedizin bekanntermaßen nur schwer zu behandeln sind.

Aber wieso wirkt CBD so gut?

Cannabinoide haben nicht nur eine Wirkweise. Vielmehr wirken sie auf viele unterschiedliche Wege gegen ein und dasselbe Problem.

Alle Wirkmechanismen der Pflanze arbeiten zusammen, um das Nervensystem wieder zu beruhigen, Entzündungsprozesse zu stabilisieren und die Schmerzübertragung zu regulieren.

Wenn man all das zusammen betrachtet, bietet CBD einige unglaubliche Vorteile gegen Migräne.

Um diese Vorteile auch nutzen zu können, ist es wichtig, dass man das CBD-Öl über einen längeren Zeitraum einnimmt und nur hochwertige CBD-Öle verwendet.

Was genau ist Migräne?

Migräne ist eine bestimmte Art von sehr schweren, wiederkehrenden Kopfschmerzen.

In vielen Fällen betreffen diese Art von Kopfschmerzen nur eine Seite des Kopfes und verursachen pochende Schmerzen.

Die Migräne hält in der Regel 2-8 Stunden an, kann jedoch in einigen Fällen auch bis zu 3 Tage andauern.

Neben Kopfschmerzen treten bei Migränepatienten häufig auch andere Symptome, wie z. B. Übelkeit, Licht-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit, sowie Sehstörungen auf.

Die vier Phasen der Migräne-Kopfschmerzen

Migränen neigen dazu, in unterschiedlichen Phasen aufzutreten. Diese Phasen sind aber nicht immer vorhanden und können von Mal zu Mal sehr unterschiedlich sein.

Phase 1: Prodromalphase

Diese Phase kann entweder Tage, Stunden oder auch nur Minuten vor einer Migräneattacke beginnen und kann als Vorwarnung gesehen werden, dass es bald schlimmer werden wird.

Sie umfasst eine Vielzahl von Symptomen, die schon auftreten, bevor man die tatsächlichen Kopfschmerzen bemerkt.

Zu den häufigsten Symptomen der Prodromalphase gehören:

  • Reizbarkeit
  • Depressionen
  • Euphorie
  • Muskelkater und Steifheit
  • Verstopfung ODER Durchfall
  • Müdigkeit
  • Heißhunger
  • Reizempfindlichkeit (Licht, Geräusche, Geruch, Geschmack, Berührungen)

Phase 2: Auraphase

In der Auraphase erlebt der Mensch seltsame Veränderungen in seinem Sehvermögen und/oder seiner Wahrnehmung. Zum Beispiel kann sich die Art und Weise verändern, wie Farben aussehen oder wie wir Geruch und Geschmack wahrnehmen. Auch unsere Stimmung kann sich dramatisch verändern.

Die Auraphase dauert normalerweise etwa 1 bis 2 Stunden.

Für die meisten Menschen, die unter regelmäßiger Migräne leiden, ist dies der zuverlässigste Hinweis darauf, dass sie bald wieder eine Migräneattacke bekommen. Manche können aufgrund der Schwere der Auraphase sogar abschätzen, wie stark ihre Migräne sein wird.

Typische Symptome der Auraphase sind:

  • Sehstörungen
  • Veränderungen in der Wahrnehmung von Geschmack, Licht, Geruch, Geräuschen und Berührungen
  • Sprachprobleme
  • Schwindelgefühl
  • Muskelschwäche
  • Auditorische oder visuelle Halluzinationen
  • Paranoia
  • Ermüdung

Phase 3: Schmerzphase

Dies ist die wichtigste Phase an die wir denken, wenn wir über Migräne sprechen.

Diese Phase kann sehr unterschiedlich verlaufen und ist in der Regel sehr unvorhersehbar, auch bei Menschen, die regelmäßig unter Migräneattacken leiden.

In den meisten Fällen betreffen Migränekopfschmerzen nur eine Seite des Kopfes, sie können jedoch auch beide Seiten gleichermaßen betreffen. Manche Menschen spüren den Schmerz nur an der Vorderseite des Kopfes, andere an der Rückseite und einige auch in der Mitte.

Symptome der Schmerzphase umfassen:

  • Starke pochende Kopfschmerzen
  • Erhöhte Sensibilität für sensorische Informationen (Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Fühlen)
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Verschwommene Sicht
  • Schwierigkeiten beim Sprechen
  • Schwindelgefühle
  • Erhöhter Harndrang
  • Blasse Haut
  • Schwitzen
  • Verstopfung oder Durchfall
  • Nackenschmerzen
  • Verwirrung
  • Reizbarkeit

Phase 4: Erhohlungsphase

Die Erhohlungsphase tritt auf, nachdem sich die Migräne wieder gelegt hat.

Viele Menschen sagen, dass sie einem Kater ähnelt, jedoch auch mehrere Tage lang andauern kann. Einige Menschen verspüren hier sogar Druck oder schwache Schmerzen an den Stellen, wo ihre Migräne am stärksten war.

Viele fühlen sich nach dem Ereignis für einige Tage müde und deprimiert.

Jedoch können sich einige in dieser Phase auch ungewöhnlich erfrischt und klar fühlen. Einige Berichte deuten sogar auf einen euphorischen Zustand für bis zu eine Woche nach dem Ereignis hin.

Die Ursachen von Migränekopfschmerzen

Migränekopfschmerzen sind für Forscher in der Regel sehr schwer zu verstehen. Sie sind schwer vorhersehbar und noch schwieriger auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen.

Alles, von Stress über Hormonspiegel, Allergien bis hin zu chemischen Einflüssen, wird als Faktor und mögliche Ursache angesehen.Von Person zu Person kann das aber sehr unterschiedlich sein.

Einer der Hauptfaktoren für Migräne ist der Hormonspiegel.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass Migräne bei Jungen kurz vor der Pubertät häufiger und bei Frauen ganz allgemein zwei- bis dreimal häufiger auftritt als bei Männern. Darüber hinaus neigen die Migräneanfälle dazu, während einer Schwangerschaft oder der Menopause abzunehmen.

Alle diese Faktoren können auf Schwankungen des Hormonspiegels zurückgeführt werden, obwohl die Wissenschaftler immer noch nicht ganz genau wissen, wie es funktioniert.

Es gibt mehrere hervorstechende Theorien über die eigentliche Ursache von Migräne:

1. Serotoninfreisetzung durch Thrombozyten (Blutplättchen)

Serotonin hat als Neurotransmitter sehr viele Funktionen im Körper. Es reguliert z. B. einen Großteil unserer Emotionen, die Sexualfunktionen, den Hormonhaushalt und das Gedächtnis.

Eine der führenden Theorien für die Ursache von Migräne ist die übermäßige Freisetzung von Serotonin durch Thrombozytaktivierungen.

Was bedeutet das?

Ein Blutplättchen ist ein Zelltyp, der im Blutkreislauf umherschwimmt und eine wichtige Rolle bei der Überwachung und Kontrolle von Entzündungen unseres Körpers spielt. Dies geschieht unter anderem auch durch die Freisetzung kleiner Mengen Serotonin.

In einigen Fällen können diese Blutplättchen auf eine Situation überreagieren und große Mengen von Serotonin in den Blutkreislauf abgeben. Dies führt dann dazu, dass Körperteile in der Umgebung unter Schock geraten [1].

Wenn dies im Gehirn geschieht, kann es zu Symptomen, wie starken Schmerzen, Desorientierung und Überempfindlichkeit gegenüber Reizen, wie dem Sehen und Riechen kommen.

Dies bedeutet, dass wenn wir die übermäßige Freisetzung von Serotonin durch die Blutplättchen stoppen können, möglicherweise Migräne aufhalten oder sogar ganz verhindern können.

2. Entzündungen

Wir brauchen das Entzündungssystem, um gesund zu bleiben.

Entzündungen helfen uns dabei, eindringende Bakterien und Viren einzufangen und zu zerstören. Sie beschleunigen die Heilung und verhindern weitere Schäden am Körper, indem sie Schmerzen und Rötungen verursachen. Dies bringt uns dazu, mit diesem Teil des Körpers vorsichtig umzugehen.

Leider kann eine Entzündung aber auch problematisch werden und viele verschiedene Gesundheitsprobleme für den Körper verursachen.

Ein solches Problem sind z. B. die Migränekopfschmerzen.

Ein in den Zellen vorkommendes Protein, bekannt als Nuclear Factor kappa B (kurz NF-κB), ist für die Regulierung der Bildung von Entzündungsstoffen in den Zellen verantwortlich.

NF-κB ist ein wesentlicher Faktor für Migräne. Wenn dieses Protein außer Kontrolle gerät, kann es zu einem Überfluss an Entzündungsbotenstoffen (IL-1B, IL-6 und TNF-a) kommen. Diese Botenstoffe lösen dann eine Welle von Entzündungen und Schmerzen im Nervensystem aus [2].

Da diese Botenstoffe nur sehr kurzlebig sind, lässt das Problem in der Regel innerhalb weniger Stunden nach und die Migräne verschwindet allmählich wieder.

Diese Ursache tritt besonders häufig bei Menschen auf, die tendenziell bereits überaktiv auf Nahrungsmittel und andere Allergene reagieren. Menschen, die an Asthma oder Heuschnupfen leiden, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Migräne, die durch diesen Effekt ausgelöst wird.

Was das genau bedeutet: Wenn wir die Überaktivierung von NF-κB stoppen können, können wir möglicherweise auch die Migräne verhindern.

3. Muskelkrämpfe der Venen und Arterien

Alle unsere Arterien haben eine dünne Muskelschicht um sie herum.

Diese Muskeln sind so ausgelegt, dass sie sich ausdehnen und zusammenziehen, um unseren Blutdruck zu kontrollieren und sie ermöglichen uns das Blut, wenn nötig, in lebenswichtige Organe wie unser Gehirn zu leiten.

Ein gutes Beispiel dafür ist, wenn es draußen kalt ist.

Um die Körpertemperatur zu erhalten, werden die Blutgefäße an Händen, Füßen und Nase verengt, um den Blutfluss in diese Regionen zu verlangsamen. Dies hilft dabei, das warme Blut näher an den inneren Organen und diese so warm wie möglich zu halten.

Es gibt auch andere Gründe dafür, dass Blut sich umverteilt. Beispielsweise nach einer Mahlzeit, wenn mehr Blutfluss zu den Verdauungsorganen benötigt wird, oder nach einer traumatischen Verletzung, bei der frischer Sauerstoff und Nährstoffe an die verletzte Stelle gebracht werden müssen.

Dieses System ist in den empfindlichen Regionen des Gehirns besonders sensibel.

Manchmal können die Muskeln die diese Arterien kontrollieren, verkrampfen und dadurch schwere Migränekopfschmerzen verursachen.

Dies bedeutet: Wenn wir übermäßige vaskuläre Krämpfe in den Arterien des Gehirns verhindern können, können wir auch die Migräne aufhalten.

Behandlung von Migräne

Die Behandlung von Migräne ist mit viel Probieren verbunden.

Dies liegt daran, dass die Medikamente die zur Behandlung der 3 Ursachen von Migräne verwendet werden, sehr unterschiedlich sind.

Wenn ein Medikament nicht wirkt, wechseln die Ärzte in der Regel zu einem anderen.

Die meisten Menschen, die unter Migräne leiden, nehmen rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, Aspirin oder Tylenol ein. Diese helfen jedoch nur dabei, die Intensität der Attacke abzuschwächen. Sie bewirken fast nichts, was tatsächlich eine Migräne in ihrer Ursache bekämpfen könnte und sind selten stark genug, um die Symptome vollständig zu lindern.

Ärzte benutzen eine Vielzahl verschiedener Medikamenten, um zu versuchen das Auftreten von Migräne zu stoppen, einschließlich:

  • Divalproex/Valproinsäure
  • Eletriptan
  • Frovatriptan
  • Almotriptan
  • Metoprolol
  • Naratriptan
  • Propranolol
  • Rizatriptan
  • Sumatriptan
  • Topiramat
  • Zolmitriptan

Die meisten dieser Medikamente kommen mit einer langen Liste von schädlichen Nebenwirkungen wie Magengeschwüre, Herzinfarkte, Nierenschäden und Schlaganfälle.

Aus diesem Grund wenden sich viele Menschen, die unter wiederkehrender Migräne leiden, der alternativen Medizin zu.

Kräutermedizin bei Migräne

Die Schulmedizin hat offensichtliche Vorteile gegenüber der Pflanzenmedizin. Bei Migräne-Kopfschmerzen ist dies allerdings nicht der Fall.

Es gibt tatsächlich eine ganze Reihe von Kräutern mit bewährten Vorteilen bei der Behandlung und Vorbeugung von Migräne.

Das Mutterkraut (Tanacetum vulgare) zum Beispiel, ist eine kleine Pflanze aus der Familie der Gänseblümchen, die direkte Verbesserungen bei allen drei Prozessen bietet, von denen angenommen wird, dass sie Migräne verursachen.

Eine weitere Pflanze, die signifikante Vorteile sowohl bei der Behandlung der Ursachen als auch der Symptome von Migräne gezeigt hat, ist die Cannabispflanze.

Pflanzen wie diese enthalten oft Dutzende, wenn nicht Hunderte verschiedener Chemikalien. Im Gegensatz zu Pharmazeutika ist es daher schwierig, ihre genauen Auswirkungen in Zahlen auszudrücken. Dies bietet andererseits jedoch den Vorteil, einen sogenannten facettenreichen Behandlungsansatz zu bieten.

Das heißt, dass die in diesen Pflanzen enthaltenen Chemikalien eine Reihe ähnlicher Vorteile bei Erkrankungen bieten, diese jedoch durch unterschiedliche Mechanismen erreicht.

Zum Beispiel enthält die Cannabispflanze bis zu 80 verschiedene Cannabinoide und weit mehr als 100 verschiedene Terpene in den Blättern und im Harz.

Einige dieser Cannabinoide helfen, arterielle Spasmen zu stoppen, andere stabilisieren Immunzellen und vieles mehr.

Durch die Bereitstellung mehrerer Behandlungsoptionen für bestimmte Beschwerden, haben sie eine weitaus bessere Chance das Problem zu lösen.

Dies ist eine gängige Technik, die Onkologen zur Krebsbekämpfung einsetzen. Durch den Einsatz eines Cocktails aus chemotherapeutischen Medikamenten mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, gibt es eine weitaus größere Chance das Richtige zu treffen und den Krebs des Patienten zu behandeln.

Cannabis bei Migräne

Marihuana wird mindestens schon seit dem 17. Jahrhundert zur Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt.

Es gibt mehrere Wege, wie es dies erreichen kann:

1. Es verhindert die Freisetzung von Serotonin aus den Blutplättchen

Wir wissen seit langem, dass Cannabis die Freisetzung von Serotonin aus den Thrombozyten hemmt [4]. THC bewirkt dies direkt, während CBD indirekt durch das natürliche Haupt-Endocannabinoid des Körpers wirkt, welches als Anandamid bekannt ist [5].

Dieser Effekt hilft, Migräne zu verhindern und zu behandeln, die durch übermäßige Serotoninfreisetzung aus den Blutplättchen verursacht wird.

Interessanterweise wird der gleiche Effekt auf die Serotoninfreisetzung auch als eine der primären Methoden angesehen, mit der CBD zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt werden kann, die ebenfalls häufige Symptome bei Migräne sind.

2. Es ist entzündungshemmend

Eine der Methoden, mit denen Marihuana in der Vergangenheit zur Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt wurde, bestand darin, die nassen Blätter mehrere Stunden lang um Kopf und Hals zu wickeln [6]. Diese hauptsächlich bei den Sumerern dokumentierte Praxis ist höchstwahrscheinlich direkt auf die entzündungshemmende Wirkung zurückzuführen.

Bei der heutigen Behandlung von Migräne werden oft Entzündungshemmer wie Aspirin oder Tylenol eingesetzt.

CBD bietet nachweislich eine breite Palette entzündungshemmender Eigenschaften. Es übt seine Wirkung über eine Reihe verschiedener Entzündungspfade aus, darunter Adenosin [8], sowie zwei der wichtigsten Entzündungsstoffe die mit NF-κB [9] in Verbindung stehen, welches als eine der primären potenziellen Ursachen von Migräne gilt.

3. Es stoppt vaskuläre Spasmen

Ein bestimmter Nerv, der als Trigeminusnerv bezeichnet wird, ist hauptsächlich dafür verantwortlich, wenn das Gefäßsystem im Gehirn außer Kontrolle gerät. Besonders bei Cluster-Kopfschmerzen.

Einer der Hauptgründe dafür ist eine Hyperaktivität des N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)/Glutamat-Systems. Dieses System ist für viele der stimulierenden Aktivitäten im Gehirn verantwortlich.

Es funktioniert wie das Gaspedal im Auto. Einmal aktiviert, erhöht sich die Drehzahl immer weiter und das Auto fährt immer schneller.

Im Gehirn passiert ähnliches, wenn NMDA aktiv ist. Die Neuronen fangen an immer schneller zu feuern.

Wie das Auto hat auch unser Gehirn ein Bremspedal: Wir nennen es GABA (vom engl. gamma-Aminobutyric acid, zu deutsch: γ-Aminobuttersäure). Dieser Neurotransmitter verlangsamt diese Aktivität und hilft uns zu entspannen, indem es den Auswirkungen von NMDA direkt entgegenwirkt.

In einigen Fällen kann die NMDA-Aktivität außer Kontrolle geraten und der Trigeminusnerv, der das Gefäßsystem im Gehirn steuert, spielt dadurch verrückt und krampft. Dies führt zu einer schweren Migräne, welche Stunden andauern kann.

CBD verlangsamt diesen Prozess, indem es auf das Bremspedal (GABA) tritt [10], alles verlangsamt und das krampfende arterielle System beruhigt.

4. Es blockiert die Schmerzübertragung

Eine der Hauptwirkungen von CBD ist die Blockade der Schmerzübertragung.

CBD ist ein meisterhafter Modulator. Dies bedeutet, dass es nicht auf vordefiniertem Wege wirkt, und nichts in irgendeine Richtung zwingt.

Dadurch fördert es die Fähigkeit des Körpers zur Selbstregulation.

Es ist ungefähr so, als würde ein Bauunternehmen Zugang zu besseren Werkzeugen bekommen. Die Arbeiter machen die gleiche Arbeit wie zuvor, einfach nur besser.

Natürlich ist dies eine übertriebene Vereinfachung der Vorgänge, aber es ist wichtig zu verstehen, wie CBD die Schmerzen blockiert.

Schmerz ist für den Körper nützlich, weil er uns warnt, wenn etwas nicht stimmt. Aber er kann auch gegen uns arbeiten, wenn der Schmerz einfach so stark wird, dass er lähmend wirkt.

Aus diesem Grund hat der Körper verschiedene Prozesse, die steuern sollen wie viel Schmerz wir tatsächlich empfinden. Wie beim Spielen mit dem Lautstärkeregler Ihres Lautsprechersystems, erzeugen diese Prozesse das Gefühl von Schmerz. Es wird das Schmerzempfinden erhöhen, wenn wir mehr davon spüren müssen und es wieder verringern wenn der Schmerz beginnt uns negativ zu beeinflussen.

Bei Migränekopfschmerzen wird der Schmerzregler einfach bis zum oberen Anschlag aufgedreht.

CBD hilft den Prozessen, die dazu bestimmt sind dies zu kontrollieren, indem es den beteiligten Rezeptoren (wie z. B. die TRPV1- und Opioidrezeptoren) sagt, die Lautstärke wieder auf ein normales Niveau zu reduzieren.

Wie man CBD-Öl bei Migräne verwendet

Nachdem wir nun ausführlich erläutert haben, wie Migräne funktioniert und wie CBD und andere Cannabinoide zur Vorbeugung oder Behandlung von Migräne eingesetzt werden können, geht es jetzt um die richtige Art und Weise, Ihr CBD-Öl effektiv einzusetzen.

Die Dosierung von CBD-Öl

Die Dosierung von CBD kann eine Herausforderung sein, zumal jeder Mensch unterschiedlich darauf reagiert.

Für manche Menschen ist nur eine kleine Dosis erforderlich, um die gewünschten Effekte zu erzielen, während andere wesentlich größere Mengen benötigen. Dies kann die Dosierung zunächst schwierig machen, aber wenn man erst einmal verstanden hat, wie CBD im eigenen Körper wirkt, ist es tatsächlich sehr einfach.

Es gibt einige allgemeine Dosierungshinweise die Sie beachten können, um die richtige Dosis zu finden und um zu erfahren, wie Sie diese optimal nutzen.

In diesem Zusammenhang ist es sehr wichtig zu wissen, dass viele Menschen, die anfällig für Migräne sind, in der Regel empfindlicher auf Chemikalien reagieren. Aus diesem Grund empfehlen wir, mit weniger als der niedrigsten empfohlenen Dosis für Ihr Gewicht zu beginnen und sie langsam zu steigern.

Wie lange sollte ich CBD-Öl gegen Migräne verwenden?

Der Schlüssel zum effektiven Einsatz von CBD-Öl gegen Migräne ist die regelmäßige Anwendung über einen längeren Zeitraum hinweg.

Durch die Einnahme kleiner Dosen Öl über den Tag verteilt, in der Regel einmal morgens und einmal abends, verbessern Sie die natürliche Fähigkeit des Körpers, das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und zu verhindern, dass es außer Kontrolle gerät und so zu einem lähmenden Migräneanfall kommt.

Viele Menschen die CBD-Öl zu diesem Zweck einnehmen, erhöhen die Dosis, wenn sie das Gefühl haben, dass ein Migräneanfall auf sie zukommt, um so eine Attacke ganz zu verhindern oder zumindest ihre Stärke zu reduzieren.

Beispielsweise kann ein Migränepatient morgens 5 mg CBD und abends 5 mg CBD einnehmen. Wenn sich eine Migräne ankündigt, nimmt man alle 2 bis 3 Stunden jeweils weitere 5 mg, bis sie abklingt.

In der Zusammenfassung

Migräne ist vieles: Weit verbreitet, lähmend und rätselhaft.

Ärzte und Neurowissenschaftler haben immer noch keine endgültige Erklärung dafür, was sie verursacht oder wie man sie stoppen kann.

Es gibt jedoch viele gute Theorien mit denen wir beginnen können, nach wirksamen Behandlungsmöglichkeiten für diese Krankheit zu suchen.

CBD-Öl ist in letzter Zeit als neue und wirksame Migränebehandlung und Präventivmedizin auf dem Vormarsch. Es wirkt durch mehrere verschiedene aber verwandte Wege, um die Prozesse zu stoppen, die Migräneattacken verursachen.

Es ist wahrscheinlich, dass sich die Verwendung von CBD und CBD-Öl in den nächsten Jahren zu einer Standardbehandlung für diese Erkrankung entwickelt, da weitere Untersuchungen zu den unglaublichen Vorteilen dieses bescheidenen Pflanzenextraktes folgen werden.

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Referenzen

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  2. Bruno, P. P., Carpino, F., Carpino, G., & Zicari, A. (2007). An overview on immune system and migraine. European review for medical and pharmacological sciences, 11(4), 245.
  3. Solomon, S., Lipton, R. B., & Harris, P. Y. (1990). Arterial stenosis in migraine: spasm or arteriopathy?. Headache: The Journal of Head and Face Pain, 30(2), 52-61.
  4. Volfe, Z., Dvilansky, A., & Nathan, I. (1985). Cannabinoids block release of serotonin from platelets induced by plasma from migraine patients. International journal of clinical pharmacology research, 5(4), 243-246.
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  6. Russo, E. (2001). Hemp for headache: An in-depth historical and scientific review of cannabis in migraine treatment. Journal of Cannabis Therapeutics, 1(2), 21-92.
  7. Carrier, E. J., Auchampach, J. A., & Hillard, C. J. (2006). Inhibition of an equilibrative nucleoside transporter by cannabidiol: a mechanism of cannabinoid immunosuppression. Proceedings of the National Academy of Sciences, 103(20), 7895-7900.
  8. Ryberg, E., Larsson, N., Sjögren, S., Hjorth, S., Hermansson, N. O., Leonova, J., … & Greasley, P. J. (2007). The orphan receptor GPR55 is a novel cannabinoid receptor. British journal of pharmacology, 152(7), 1092-1101.
  9. Ribeiro, A., Ferraz-de-Paula, V., Pinheiro, M. L., Vitoretti, L. B., Mariano-Souza, D. P., Quinteiro-Filho, W. M., … & Hallak, J. E. (2012). Cannabidiol, a non-psychotropic plant-derived cannabinoid, decreases inflammation in a murine model of acute lung injury: Role for the adenosine A2A receptor. European journal of pharmacology, 678(1-3), 78-85.
  10. Consroe, P., Benedito, M. A., Leite, J. R., Carlini, E. A., & Mechoulam, R. (1982). Effects of cannabidiol on behavioral seizures caused by convulsant drugs or current in mice. European journal of pharmacology, 83(3-4), 293-298.
  11. Russo, E. (2001). Hemp for headache: an in-depth historical and scientific review of cannabis in migraine treatment. Journal of Cannabis Therapeutics, 1(2), 21-92.

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