Basierend auf Beweisen

CBD und Depressionen: Aktuelle Forschung & Erkenntnisse

Depressionen sind eine weitverbreitete Krankheit, die das Leben der Betroffenen stark einschränken können. Kann CBD bei der Linderung der Symptome von Depressionen helfen? Was sagt die Forschung dazu?

Artikel von
Justin Cooke , vor 10 Monaten gepostet

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit.

Allein in den USA wird jährlich bei mehr als 16 Millionen Menschen eine schwere depressive Störung diagnostiziert. Es wird angenommen, dass Millionen weitere Menschen mit dieser Krankheit leben, ohne dass sie überhaupt diagnostiziert wurde.

In diesem Artikel werden wir über die Ursachen von Depressionen sprechen und darüber, wie CBD helfen kann.

Wir werden dabei über den Tellerrand hinausblicken und uns nicht auf das 50 Jahre alte Verständnis berufen, das Ärzte anwenden, wenn sie konventionelle Antidepressiva verschreiben. Wir werden auch über andere Ursachen, wie Entzündungen, chronischen Stress und Nährstoffmangel sprechen.

Wir werden darüber sprechen, warum CBD eine starke antidepressive Wirkung bietet und wie CBD richtig eingenommen wird.

  • Inhaltsübersicht

Was ist eine Depression?

Die meisten Menschen haben schon von Depressionen gehört, aber nur wenige verstehen, was diese Erkrankung eigentlich bedeutet. 

Eine Depression ist komplex und es ist schwierig, die genauen Ursachen zu benennen.

Sehen wir uns ein paar Ursachen an, die zu Depressionen führen können.

Es gibt viele Ursachen für Depressionen

Es gibt nicht nur einen einzigen Auslöser für Depressionen. In den meisten Fällen ist es nur ein Symptom anderer zugrunde liegender gesundheitlicher Probleme oder die Folge einer ungesunden Ernährungs- und Lebensweise.

Die Ursachen für Depressionen können sein:

  1. Drogen- oder Medikamentenmissbrauch
  2. Chronischer Stress
  3. Verlust eines geliebten Menschen
  4. Nebenwirkungen von Medikamenten
  5. Genetische Erkrankungen, wie Huntington-Krankheit oder Multiple Sklerose
  6. Nährstoffmangel, einschließlich B-Vitamine, Magnesium, Zink und Protein

Depressionen können in unterschiedliche Schweregrade eingestuft werden:

  • Leichte Depression: Leichter Verlust von Interesse oder geringe Motivation.
  • Mittelschwere Depression: Schwerwiegender Motivationsverlust und wenig Energie. Dies kann es erschweren, den alltäglichen Verpflichtungen nachzukommen.
  • Schwere Depression:  Es kann zu Selbstmordgedanken und vollständigem Motivationsverlust kommen.

Der Schweregrad und die damit verbundenen Auswirkungen können, abhängig von der Person und dem Grund für die Depression, sehr unterschiedlich sein.

Was sind die Symptome einer Depression?

Obwohl Depressionen auch als Symptom bei anderen Erkrankungen auftreten können, so sind sie auch eine eigenständige Erkrankung mit ganz spezifischen Merkmalen.

Das mag verwirrend klingen, aber der menschliche Körper ist auch ein unglaublich komplexes Konstrukt.

Depressionen haben die Eigenschaft, dass sie oft in Kombination mit einer ganzen Reihe anderer Symptome auftreten.

Einige der Anzeichen und Symptome einer Depression sind:

  • Traurigkeit
  • Verlust des Interesses an Aktivitäten, die einem sonst Freude gemacht haben
  • Motivationsverlust
  • Schlaflosigkeit
  • Erschöpfung
  • Gefühle von Wertlosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Veränderungen des Appetits
  • Apathie
  • Unfähigkeit, Freude zu empfinden (Anhedonie)
  • Reizbarkeit
  • Unterwürfigkeit (Prostration)
  • Änderungen von Gewohnheiten

Kann CBD bei der Behandlung von Depressionen helfen?

Kurz gesagt: Wahrscheinlich ja, allerdings nicht auf direkte Art und Weise.

Lassen Sie es mich erklären. 

CBD-Öl wird verwendet, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Außerdem kann es nach einem stressigen Tag zuverlässig dabei helfen, zu entspannen.

Interessanterweise hat CBD diese Fähigkeit aufgrund seiner ausgezeichneten entzündungshemmenden Wirkung.

Wir werden an späterer Stelle noch genauer darauf eingehen, aber Entzündungen haben einen fundamentalen Einfluss auf die zugrunde liegende Ursache bei Depressionen. 

CBD hilft uns dabei, systemische Entzündungen und leichte Nervenentzündungen in den Griff zu bekommen und kann somit zur Linderung von chronischen Depressionen beitragen.

Pharmazeutische Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen

Damit eine Depression erfolgreich behandelt werden kann, muss immer auch die Ursache ermittelt werden.

Psychologen erkennen in der Regel, ob es irgendwelche Anzeichen von Missbrauch, persönlichen Problemen, stressauslösenden Ereignissen, Drogenkonsum oder andere Ursachen gibt, die bei Depressionen eine Rolle spielen.

Ernährungswissenschaftler, Ernährungsberater und Naturheilkundler sehen sich die Ernährung an und ziehen in Betracht, ob der Lebenswandel der Betroffenen möglicherweise zu ihrer Depression beiträgt. 

Oftmals reicht es aus, die Ernährung umzustellen und den Lebensstil zu verbessern, um die meisten Symptome einer Depression zu lindern.

Ärzte sehen Depressionen als eine Krankheit an, bei der ein Ungleichgewicht herrscht. Sie verschreiben Medikamente wie Monoaminoxidase-Hemmer (MAOI), trizyklische Antidepressiva (TZA) und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), um das Gleichgewicht wiederherzustellen. 

1. MAOI (Monoaminoxidase-Hemmer)

MAOI sind eine Klasse pharmazeutischer Medikamente, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden.

Sie wirken indem sie das Enzym Monoaminoxidase hemmen, welches die Aufgabe hat die Monoamin-Neurotransmitter, wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin, abzubauen. 

Indem sie dieses Enzym blockieren, dauert es länger, bis Serotonin, Dopamin und Noradrenalin abgebaut wird. Sie verbleiben somit länger in den Neuronen.

Wenn die Ursache der Depression an einem zu niedrigen Serotonin- oder Dopaminspiegel liegt, dann ist diese Art von Medikament hilfreich, um ihre Aktivität anzukurbeln und somit die Symptome zu lindern. Das behebt allerdings nicht das eigentliche Problem, denn sobald das Medikament abgesetzt wird, fangen wir wieder von vorn an. In manchen Fällen werden Dopamin und Serotonin dann sogar noch schneller abgebaut, was zu einer Verschlechterung der Symptome führt.

2. SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer)

SSRI sind die Antidepressiva-Klasse, die heutzutage am häufigsten verschrieben wird.

Viele sind der Meinung, dass ein niedriger Serotoninspiegel einer der Hauptgründe für Depressionen ist. Ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wirkt, indem es die Reabsorption und den Zerfall von Serotonin in den Synapsen des Gehirns blockiert. 

Dadurch sammelt sich Serotonin außen an den Synapsen an. Dies wirkt stimmungsaufhellend.

Es ist wichtig zu wissen, dass SSRI nicht die Ursache eines niedrigen Serotoninspiegel behebt. Es liegen außerdem eine Reihe von Beweisen vor, dass in den wenigsten Fällen von Depressionen ein Mangel an Serotonin vorliegt [4]. Stattdessen bieten die aktuellen Forschungsergebnisse Anhaltspunkte dafür, dass Depressionen als direkte Folge von Nervenentzündungen auftreten.

Das erklärt, warum SSRI eine geringere Wirkung bei Menschen haben, bei denen die Entzündungsmarker im Blut ansteigen.

3. Trizyklische Antidepressiva

Trizyklische Antidepressiva gehören zu einer älteren Generation von antidepressiv wirkenden Medikamenten.

Sie wurden zum größten Teil durch neuere Medikamente wie MAOI und SSRI abgelöst.

Sie blockieren die Reabsorption von Serotonin und Noradrenalin. Dadurch ähneln sie den SSRI-Medikamenten. 

Der Unterschied ist, dass trizyklische Antidepressiva eine ganze Reihe unangenehmer Auswirkungen auf die Neurotransmitter haben. Dadurch werden die Nebenwirkungen unberechenbar.

Werden Depressionen durch ein chemisches Ungleichgewicht ausgelöst?

Die Ansicht, dass Depressionen durch eine Fehlfunktion der Neurotransmitter (in der Regel Serotonin) ausgelöst werden, ist mehr als 50 Jahre alt.

Seitdem hat die Forschung, besonders im Bereich der Neurologie, sehr große Fortschritte gemacht.

Obwohl viele Ärzte an der Idee festhalten, dass ein niedriger Neurotransmitterspiegel Depressionen verursacht, so ist dies doch ein sehr vereinfachtes Konzept. Eine direkte Verbindung zwischen den beiden konnte bisher nicht hergestellt werden.

Die Beweise für diese Hypothese zeigen etwas auf, was als Tryptophan-Depletion bezeichnet wird. Bei diesem Prozess ist Tryptophan, die Vorstufe von Serotonin, vollständig blockiert. Die Folge ist eine Senkung des Serotoninspiegels und das Einsetzen depressiver Symptome.  

Bei gesunden Menschen löst eine Tryptophan-Depletion keine Depression aus. Das passiert nur bei Menschen, bei denen eine Veranlagung für depressive Symptome vorliegt [5]. 

Sie fragen sich jetzt wahrscheinlich, was das bedeutet. 

Lassen Sie es mich erklären.

Medikamente, die am Serotoninspiegel ansetzen, stellen momentan die primäre Behandlungsweise bei Depressionen dar. Aber ihre Erfolgsrate ist nicht sehr hoch. Dies lässt vermuten, dass es einen anderen Grund für Depressionen gibt, dem wir bisher keine Beachtung geschenkt haben.

Eine häufige Ursache, die Depressionen zugrunde liegt

Unser Verständnis von Depressionen, welches wir ein halbes Jahrhundert lang hatten, beginnt erst jetzt, sich zu verändern. 

Jedes Jahr werden weitere Studien veröffentlicht, die vermuten lassen, dass Nervenentzündungen die Hauptursache für Depressionen sind.

Das heißt im Kern, dass eine “Entzündung des Gehirns” vorliegt.

Das macht viel Sinn, denn Nervenentzündungen stehen im Zusammenhang mit niedrigen Serotoninspiegeln [6], dem Mangel verfügbarer Nährstoffe im Gehirn und vermehrten oxidativen Schäden.

Wenn das stimmt, würde dann nicht eine Linderung der Entzündung auch die Symptome von Depressionen lindern?

Entzündungshemmende Mittel bei Depressionen

Wenn wir uns einmal außerhalb der Schulmedizin umsehen, die weiterhin auf den Serotoninspiegel fixiert ist, dann finden wir auch andere Wege, mit denen sich Depressionen effektiv behandeln lassen. 

Es gibt in der Welt der Pflanzenheilkunde wahrscheinlich Hunderte von Behandlungsmöglichkeiten für Depressionen. Einige Pflanzen stehen in Verbindung mit einer Regulierung der Neurotransmitter, wie z. B. Johanniskraut oder Catuaba. Andere haben Wirkungsmechanismen, die, zumindest anfangs, weniger eindeutig erscheinen. 

Ashwagandha, Rehmannia, Ginseng, Kurkuma und Weihrauch sind potente Antidepressiva, deren Wirksamkeit mehrfach nachgewiesen wurde. Allerdings wurde bei keinem von ihnen ein klarer Zusammenhang zu Serotonin hergestellt. Die Eigenschaft, die all diese Pflanzen gemeinsam haben, ist ihre stark entzündungshemmende Wirkung.

Es gibt andere Beispiele für Pflanzen mit zuverlässiger antidepressiver Wirkung, die ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen. Aber es sind zu viele, um diese einzeln aufzuführen.

Die konventionelle Medizin holt hier langsam auf. Mittlerweile werden einige entzündungshemmende Medikamente zur Behandlung bei Depressionen getestet. Einige davon zeigen vielversprechende Ergebnisse.

Wie aber kommen hier Cannabis und CBD ins Spiel?

CBD ist wohl einer der wirkungsvollsten pflanzlichen entzündungshemmenden Stoffe auf der Welt. 

Was ist CBD?

CBD steht für Cannabidiol. Es ist nur einer von rund 60 unterschiedlichen Stoffen, die unter dem Begriff Cannabinoide zusammengefasst werden. 

Es gibt besondere chemische Zusammensetzungen in der Cannabispflanze, die mit unserem körpereigenen Endocannabinoid-System zusammenspielen. Dieses System besteht aus Rezeptoren und Hormonen und hilft dabei, viele wichtige Prozesse im menschlichen Körper zu regulieren. Unter anderem das Hungergefühl, die sexuellen Funktionen sowie die Aktivierung der Neuronen.

CBD ist das wichtigste nicht-psychoaktive Cannabinoid. Das andere wichtige Cannabinoid ist THC. THC ist für die psychoaktive Wirkung verantwortlich die Marihuana zugeschrieben wird und das High, welches es auslöst.

CBD ist nicht-psychoaktiv und kann tagsüber eingenommen werden, ohne dass es die Wahrnehmung beeinflusst. Es wird genutzt um Schmerzen, Entzündungen und Ängste zu lindern und sogar, um viele der Hauptsymptome von Depressionen zu verbessern.

Einnahme von CBD bei Depressionen

Cannabis enthält mehr als 60 verschiedene Cannabinoide, Hunderte verschiedener Terpene und unzählige andere Chemikalien, sodass es schwierig ist, den genauen Mechanismus zu bestimmen, durch den Cannabis bei Depressionen wirkt.  

Allerdings gehört CBD hier mit Sicherheit zu den Hauptkandidaten und viele Studien unterstützen diese Auffassung.

Es gibt einige Arten, auf die CBD die Symptome von Depressionen lindern kann. Dazu gehören die Schmerzlinderung sowie die Erhöhung des Serotonin-Spiegels. Dennoch ist die auffälligste Wirkung mit Abstand die Rolle, die CBD bei der Linderung von Entzündungen einnimmt.

CBD und Entzündungen

Es gibt im menschlichen Körper Hunderte von verschiedenen Entzündungsmediatoren.

Entzündungen, wie sie bei Erkrankungen wie Arthritis, Reizdarmsyndrom, traumatischen Verletzungen oder Autoimmunerkrankungen hervorgerufen werden, unterscheiden sich alle voneinander. Etwas, das bei einer Krankheit hilft, kann sich bei einer anderen Krankheit als völlig unwirksam erweisen.

CBD ist einzigartig, denn es wirkt bei fast allen Entzündungsformen lindernd, einschließlich der mit Depressionen in Verbindung gebrachten Nervenentzündungen.

Insgesamt blockiert CBD nachweislich die Haupt-Entzündungsmediatoren wie PGE2, COX (Cyclooxygenase) sowie die Produktion freier Radikale und Stickoxid [7].

Dadurch hilft es allgemeine Entzündungen im Körper, einschließlich des Darms, der Haut, des Herz-Kreislauf-Systems und des Gehirns zu lindern.

Man sieht dies als den primären therapeutischen Mechanismus an, der hinter den antidepressiven Eigenschaften von CBD steckt und der auch für viele andere seiner Anwendungsgebiete ausschlaggebend ist. 

Weitere antidepressive Wirkungen von CBD

Es gibt einige Arten, auf die CBD bei der Behandlung depressiver Symptome helfen kann. 

Effekte von CBD bei Depressionen können sein:

  • Es bekämpft Entzündungen
  • Es erhöht unsere Fähigkeit, die Homöostase aufrechtzuerhalten
  • Es schützt uns vor oxidativen Schäden
  • Es erhöht die GABA-Aktivität im Gehirn
  • Es unterstützt das Gleichgewicht von Serotonin und Dopamin

Was die Forschung über CBD und Depressionen sagt

Es gibt viele wissenschaftliche Studien, die Beweise liefern, dass CBD bei den Symptomen und den mit Depressionen verbundenen physiologischen Prozessen helfen kann.

A) Tierstudien

Bei frühen Tierstudien mit Ratten wurde herausgefunden, dass CBD in der Lage ist, die Wiederaufnahme von Serotonin an den Synapsen zu hemmen [1]. Dies ist ein üblicher Mechanismus, den auch pharmazeutische Antidepressiva zur Bekämpfung von Depressionen nutzen.  

Eine häufige Art wie getestet wird, ob Substanzen zur Linderung depressiver Symptome eingesetzt werden können, ist etwas, das als “forcierter Schwimmtest” bezeichnet wird.

Hier werden Mäuse in einer Umgebung gehalten, die sie entweder glücklich oder depressiv macht (soziale Isolation, keine geistige Stimulation usw.). Dann wird den Mäusen die zu untersuchende Substanz verabreicht.

Die Mäuse werden anschließend gezwungen, in einem mit Wasser gefüllten Behälter zu schwimmen. In der Mitte dieses Behälters gibt es einen sicheren Ort, auf dem die Ratten stehen können, wenn sie ihn finden.

Wenn depressive Mäuse den sicheren Ort finden, dann verharren sie dort und zeigen keine Motivation einen Ausweg aus der Situation zu finden. 

Die nicht-depressiven Mäuse hingegen versuchen fast immer einen Fluchtweg zu finden, indem sie immer wieder den sicheren Ort verlassen, um die Seiten und Ecken des Behälters auf der Suche nach einem Ausweg zu erkunden. Sie verhalten sich viel hoffnungsvoller und motivierter.

Bei einigen Studien wurde, mithilfe dieses Versuchs, die Wirkung von CBD-Extrakten auf Mäuse untersucht.

Bei einer anderen 2011 veröffentlichten Studie erhielten Mäuse entweder eine CBD-Dosis von 15, 30 oder 60 mg/kg oder ein Placebo und wurden dann zum Schwimmen gezwungen. Alle Mäuse denen CBD verabreicht wurde, zeigten deutlich weniger Zeichen von Depressionen als die Ratten, denen ein Placebo gegeben wurde. Dies lässt darauf schließen, dass CBD eine potente antidepressive Wirkung hat [2].

Bei anderen Studien wurde der Räuber-Beute-Versuch durchgeführt. Dabei werden die Mäuse einem Räuber ausgesetzt, um zu sehen, ob sie vor Angst erstarren oder nicht. Die Studien ergaben, dass Mäuse, die mit CBD behandelt wurden, seltener erstarrten, wenn sie Gefahren ausgesetzt wurden [3]. 

B) Versuche an Menschen

Bei der bisher umfassendsten Studie zu CBD und Depressionen ging es nicht darum, ob CBD zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden sollte. Stattdessen wollte man herausfinden, ob Cannabis selbst Depressionen verursacht [7].

An der Studie nahmen mehr als 45.000 Teilnehmer in Schweden teil. Die Forscher schlossen aus der Studie, dass: 

“Nach Ausschluss von Störgrößen und Markern von problemhaften Verhalten in der Kindheit, konnte bei Cannabis-Nutzern zwischen 18 und 20 Jahren kein erhöhtes Risiko festgestellt werden, an einem späteren Zeitpunkt an einer Depression zu erkranken. Aufgrund der Vielzahl von Studienteilnehmern und dem Einbezug einer Vielzahl von Hintergrundfaktoren, glauben wir, dass unsere Studie die bestehenden Forschungshypothesen bestätigen, die darlegen, dass Cannabis das Risiko an Depressionen zu erkranken nicht erhöht.”

Das abschließende Statement sagt alles: “Die Nutzung von Cannabis erhöht nicht das Risiko an Depressionen zu erkranken.”

Neben dieser Studie, gibt es einige weitere bei denen untersucht wird, ob CBD und Cannabis auf direktem Weg bei der Linderung von Depressionen helfen können. In diesem Bereich schreitet die Wissenschaft weiter voran und wir rechnen mit weiterer Forschung, die sich in den kommenden Jahren mit genau dieser Frage beschäftigen wird. 

Es ist wichtig, zu bedenken, dass die Verbindung zwischen Entzündungen und Depressionen erst seit kurzem als eine ernsthafte Hypothese angesehen wird. Es wird in den nächsten Jahren also noch viel mehr Forschung zu diesem Thema erforderlich sein.

Anwendung von CBD bei Depressionen

Wie kann ich CBD in meine tägliche Gesundheits-Routine integrieren, um die Symptome einer Depression zu verbessern?

Bei einer so komplexen Erkrankung wie einer Depression ist es wichtig, dass die Einnahme von CBD mit einer Umstellung der Ernährung und einer Änderung der Lebensweise kombiniert wird.

Aktivitäten die Stress reduzieren, helfen dem Körper Entzündungen zu lindern und den Schutz durch Antioxidantien zu verbessern. Dadurch können die Symptome von Depressionen verbessert werden.

Es ist außerdem wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache halten, bevor Sie CBD-Öl gegen Ihre Depressionen einsetzen. Das gilt insbesondere, wenn Sie gegenwärtig noch andere antidepressiv wirkende Medikamente einnehmen. 

1. Finden Sie Ihre individuelle CBD-Dosis 

Es kann eine Herausforderung sein, die richtige CBD-Dosis zu finden, denn jeder reagiert anders darauf. 

Wir haben einen Leitfaden zusammengestellt, über den Sie die richtige CBD-Dosis, abhängig von Ihrem Körpergewicht und dem Wirkungsgrad des CBD-Öls, bestimmen können.

Wenn Sie gerade erst am Anfang stehen, dann empfehlen wir Ihnen, am unteren Ende des Spektrums anzufangen und Ihre CBD-Dosis langsam zu steigern.

In den meisten Studien zur Wirkung von CBD bei Depressionen, wurden sehr hohe Dosen verwendet. 

2. Verwenden Sie nur qualitativ hochwertiges CBD-Öl

Wenn Sie CBD-Öl bei einer so schwerwiegenden Erkrankung wie Depressionen einnehmen, dann ist es wichtig, dass Sie immer die bestmögliche Qualität wählen.

Es gibt viele CBD-Öle auf dem Markt und um ehrlich zu sein sind viele davon von minderwertiger Qualität.

Wir empfehlen immer zunächst in unserem Leitfaden für die besten CBD-Öle nachzusehen.

3. Verwenden Sie CBD-Öl ergänzend zu einer Ernährungsumstellung und Änderungen der Lebensweise

Das ist der wichtigste Schritt.

An Depressionen sind viele Faktoren beteiligt, zum Beispiel wie wir mit Stress umgehen und welche Lebensmittel wir zu uns nehmen.

Die meisten Menschen in der modernen Welt verfügen über keine wirksamen Methoden, mit denen sie Ihren Stress in den Griff bekommen. Und es ist auch kein Geheimnis, dass der moderne Mensch sich ausgesprochen ungesund ernährt. 

Wenn wir es zulassen, dass Stress unser Leben bestimmt und wenn wir dazu auch noch Lebensmittel essen die zu Entzündungen und zu Nährstoffmangel führen, dann stellt sich früher oder später oft auch eine Depression ein. Daher ist es äußerst wichtig, dass wir Maßnahmen ergreifen, um die stressauslösenden Faktoren reduzieren. Darüber hinaus ist es ebenfalls unerlässlich, dass wir an unserer Fähigkeit arbeiten, besser mit Stress umzugehen und unsere Ernährung umzustellen, um dem Auftreten von Entzündungen vorzubeugen.

Empfohlene Lebensstiländerungen, um Stress zu mindern

  • Meditieren Sie
  • Gehen Sie in der Natur spazieren 
  • Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens 8 Stunden Schlaf pro Nacht bekommen
  • Hören Sie entspannende Musik, wenn Sie sich gestresst fühlen
  • Machen Sie eine Liste mit den Ursachen für Ihren Stress und erstellen Sie einen Plan, wie Sie diese vermeiden oder damit umgehen können
  • Arbeiten Sie mit einem Therapeuten oder einem Psychologen am Umgang mit schwierigen Stressfaktoren

Ernährungsumstellungen zur Linderung depressiver Symptome

  • Essen Sie mit jeder Mahlzeit mindestens einen halben Teller frisches Gemüse
  • Vermeiden Sie raffinierte, verarbeitete Lebensmittel
  • Essen Sie nicht zwischen Tür und Angel, sondern setzen Sie sich hin und nehmen Sie sich Zeit zum Essen und zum Verdauen Ihres Essens
  • Machen Sie einen Termin bei einem Ernährungswissenschaftler, um eventuelle Lebensmittelallergien zu finden und zu behandeln
  • Trinken Sie Tee anstelle von Kaffee

Abschließende Gedanken: Nutzung von CBD-Öl bei Depressionen

CBD-Öl ist ein hervorragendes Mittel, um die Symptome einer Depression zu lindern. Allerdings kann es allein das Problem nicht beheben.

Es ist super, den Ball erst einmal ins Rollen zu bringen, und viele der unangenehmen Symptome der Krankheit zu lindern. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, stellen Sie aber sicher, dass Sie CBD mit einer Ernährungsumstellung und Änderungen Ihrer Lebensweise kombinieren. Fangen Sie damit an, indem Sie die Quelle Ihrer Depression finden, und beseitigen sie diese.

Die Quelle kann viele Formen haben, aber oftmals ist sie eine Mischung aus entzündlichen Prozessen (ungesunde Ernährung, Autoimmunität, Rauchen, Drogen- oder Alkoholmissbrauch usw.) und intensivem Stress.  

In Kombination mit anderen Techniken kann CBD ein äußerst hilfreiches Mittel bei der Bekämpfung von Depressionen sein.

Referenzen

  1. Banerjee, S. P., Snyder, S. H., & Mechoulam, R. A. P. H. A. E. L. (1975). Cannabinoids: influence on neurotransmitter uptake in rat brain synaptosomes. Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics, 194(1), 74-81.
  2. Réus, G. Z., Stringari, R. B., Ribeiro, K. F., Luft, T., Abelaira, H. M., Fries, G. R., … & Crippa, J. A. (2011). Administration of cannabidiol and imipramine induces antidepressant-like effects in the forced swimming test and increases brain-derived neurotrophic factor levels in the rat amygdala. Acta neuropsychiatrica, 23(5), 241-248.
  3. R de Mello Schier, A., P de Oliveira Ribeiro, N., S Coutinho, D., Machado, S., Arias-Carrión, O., A Crippa, J., … & C Silva, A. (2014). Antidepressant-like and anxiolytic-like effects of cannabidiol: a chemical compound of Cannabis sativa. CNS & Neurological Disorders-Drug Targets (Formerly Current Drug Targets-CNS & Neurological Disorders), 13(6), 953-960.
  4. Cowen, P. J., & Browning, M. (2015). What has serotonin to do with depression?. World Psychiatry, 14(2), 158-160.
  5. Smith, K. A., Fairburn, C. G., & Cowen, P. J. (1997). Relapse of depression after rapid depletion of tryptophan. The Lancet, 349(9056), 915-919.
  6. Wichers, M. C., Koek, G. H., Robaeys, G., Verkerk, R., Scharpe, S., & Maes, M. (2005). IDO and interferon-α-induced depressive symptoms: a shift in hypothesis from tryptophan depletion to neurotoxicity. Molecular psychiatry, 10(6), 538.
  7. Pellati, F., Borgonetti, V., Brighenti, V., Biagi, M., Benvenuti, S., & Corsi, L. (2018). Cannabis sativa L. and nonpsychoactive cannabinoids: their chemistry and role against oxidative stress, inflammation, and cancer. BioMed research international, 2018.
  8. Manrique-Garcia, E., Zammit, S., Dalman, C., Hemmingsson, T., & Allebeck, P. (2012). Cannabis use and depression: a longitudinal study of a national cohort of Swedish conscripts. BMC psychiatry, 12(1), 112.

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